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Haas-Kalender „Schleifkunst 2013“ gewinnt Bronze

5 02 2013

gregor calendar award in Bronze für Schleifkunst 2013

gregor calendar award in Bronze für Schleifkunst 2013

Der Haas-Kalender „Schleifkunst 2013“ hat beim Internationalen Kalenderwettbewerb unter mehr als 1100 Teilnehmern Bronze geholt. Für mehr Info bitte hier klicken!

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Schleifscheiben, Schleifmaschinen und Käsefondue

28 11 2012
Schleifscheiben-Experte und Hobby-Schmied Peter Haefeli.

Schleifscheiben-Experte und Hobby-Schmied Peter Haefeli im Schleifblog-Interview.

Was Hightech-Schleifscheiben aus Zürich und Hightech-Schleifmaschinen aus Trossingen mit einem langfädigen Käsefondue zu tun haben, das lesen Sie heute im großen Interview mit dem Schleifscheiben-Hersteller Peter Haefeli.

Direktlink zum Interview.

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Ein ganz besonderes Flugticket

22 10 2012

Ein ganz besonderes Flugticket. © 2012: Haas Schleifmaschinen GmbHWas Sie da links sehen, ist keine normale Konstruktionszeichnung, sondern gleichzeitig ein Flugticket. Andreas Huber von der Firma Rothenaicher Schneidwerkzeuge hat mit dieser Konstruktion den Wettbewerb zum Schleifer des Jahres 2012 und damit eine Reise in die USA für zwei Personen gewonnen. Der Einsatz hat sich gelohnt, wie man sehen kann.

Als Maschinenbauer freuen wir uns natürlich ganz besonders darüber, dass Andreas Huber den Wettbewerb auf einer Schleifmaschine gewonnen hat, mit der er noch nie vorher gearbeitet hat: einer Multigrind® CA von Haas. Ein gutes Beispiel für die Anwenderfreundlichkeit unserer Maschinen, finden Sie nicht?

Wahre Größe: Mammut-Baum in den USA. Foto: Andreas Huber.

Wahre Größe: Mammut-Baum in den USA. Foto: Andreas Huber.

Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei allen Teilnehmern, den Co-Sponsoren und den Veranstaltern FDPW und fertigung.

Schleifen Sie gut!

Thomas Bader und Dirk Wember

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Was ist das denn?

6 07 2012
Schleifkunst. Fotografiert von Herbert Naujoks.

Schleifkunst. Geschliffen von Tim Kern. Fotografiert von Herbert Naujoks.

Wenn Sie wissen, um was für ein schönes Werkstück es sich auf dem Foto handelt, dann sagen Sie’s uns.

Einfach auf unserem Schleifblog einen Tipp abgeben.

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Finalisten im Trainingslager bei Haas

7 03 2012

Nur noch wenige Tage bis zum Wettbewerb „Werkzeugschleifer des Jahres 2012“. Am kommenden Donnerstag, den 15.3. werden sich die fünf Finalisten in Augsburg auf der GrindTec der Schleifaufgabe stellen. Jeder Teilnehmer hat zunächst 60 Minuten Zeit für die Programmierung und danach 60 Minuten zum Schleifen auf unserer Multigrind® CA. Startschuss ist um 9.00 Uhr in Halle 5, Stand 5151.

Schulung Werkzeugschleifer des Jahres 2012

Schulung „Schleifer des Jahres” bei Haas: Philip Burkard (Projektleiter, Haas) Markus Eckerle, Sascha Stöppel, Daniela Eiche (Software-Entwicklung, Haas), Hubert Reiser (Anwendungstechnik, Haas), Fritz Barwik, Andreas Huber, Denis Gadanecz (v.l.n.r.)

Schleif-Trainingslager bei Haas in Trossingen
Am 23. und 24. Februar 2012 hatten wir bei Haas das Vergnügen, die fünf Schleifprofis (Fritz Barwik, Markus Eckerle, Denis Gadanecz, Andreas Huber, Sascha Stöppel) auf der Wettbewerbsmaschine zu schulen. Die Schulung wurde bei uns im Haus von Daniela Eiche, Denise Schmidlin, Hubert Reiser, und Philip Burkard betreut. Nachdem die Teilnehmer am ersten Tag in Sachen Schleifsoftware fit gemacht wurden, ging es am zweiten Tag an die Schleifmaschine CA. Geschliffen werden musste eine Formwendeplatte. Eine Aufgabe, ähnlich wie sie auch beim Wettbewerb nächste Woche gestellt werden wird. Wie man sehen kann, hat die Schleifschulung den Teilnehmern und den Haas-Mitarbeitern gut gefallen.






Was das Niveau der Finalisten angeht, hat es Hubert Reiser auf den Punkt gebracht: „Die sind alle richtig fit im Schleifen.“ Beste Voraussetzungen also für einen guten Wettbewerb nächste Woche in Augsburg.

Ich lade Sie herzlich ein, den jungen Schleifprofis bei der Arbeit zuzuschauen!

Ihr Dirk Wember

 

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Von Prüfungen und Prüflingen

13 01 2012

Nachdem die Bewerbungsfrist für den Werkzeugschleifer des Jahres am 31.12.2011 abgelaufen ist, geht der Wettbewerb jetzt in die nächste Phase. Unter allen Teilnehmern, die ihre Unterlagen fristgerecht eingereicht haben, werden Ende Januar die fünf Finalisten ermittelt. Die Jury wird dazu die eingereichten Lösungen genau unter die Lupe nehmen und bewerten. Am Mittwoch, den 15. März ist es dann soweit. Auf der GrindTec in Augsburg müssen sich die Finalisten der praktischen Prüfung im Werkzeugschleifen stellen. Die Schleifaufgabe, die wir uns ausgedacht haben, wird, so viel darf ich verraten, nicht ganz einfach, aber machbar. Wir setzen da auf das Wissen und Kreativität der Finalisten, die auf unserer Multigrind® CA gegeneinander antreten.

Apropos Prüfungssituation: Vor ein paar Tagen bin bei den Informatikern der Uni Osnabrück auf eine nette Geschichte gestoßen, in der eine Physkikprüfung an der Universität Kopenhagen geschildert wird. Lesen Sie mal, welchen Spaß sich der Student dort mit seinen Prüfern erlaubt hat:

Physikprüfung an der Universität Kopenhagen

Die folgende Frage wurde in einer Physikprüfung, an der Universität von Kopenhagen gestellt:

„Beschreiben Sie, wie man die Höhe eines Wolkenkratzers mit einem Barometer feststellt.“

Der Prüfling antwortete: „Sie binden ein langes Stück Schnur an den Ansatz des Barometers, senken dann das Barometer vom Dach des Wolkenkratzers zum Boden. Die Länge der Schnur plus die Länge des Barometers entspricht der Höhe des Gebäudes.“

Diese in hohem Grade originelle Antwort entrüstete den Prüfer dermaßen, dass der Prüfling sofort entlassen wurde. Er appellierte an seine Grundrechte, mit der Begründung, dass seine Antwort unbestreitbar korrekt war, und die Universität ernannte einen unabhängigen Schiedsrichter, um den Fall zu entscheiden. Der Schiedsrichter urteilte, dass die Antwort in der Tat korrekt war, aber kein wahrnehmbares Wissen von Physik zeige. Um das Problem zu lösen, wurde entschieden, den Prüfling nochmals herein zu bitten und ihm sechs Minuten zuzugestehen, in denen er eine mündliche Antwort geben konnte, die mindestens eine minimale Vertrautheit mit den Grundprinzipien von Physik zeigte.

Für fünf Minuten saß der Prüfling still, den Kopf nach vorne, in Gedanken versunken. Der Schiedsrichter erinnerte ihn, dass die Zeit lief, worauf der Kursteilnehmer antwortete, dass er einige extrem relevante Antworten hätte, aber sich nicht entscheiden konnte, welche er verwenden sollte. Als ihm geraten wurde, sich zu beeilen, antwortete er wie folgt:

„Erstens könnten Sie das Barometer bis zum Dach des Wolkenkratzers nehmen, es über den Rand fallen lassen und die Zeit messen, die es braucht, um den Boden zu erreichen. Die Höhe des Gebäudes kann mit der Formel H=0.5g x t im Quadrat berechnet werden. Das Barometer wäre allerdings dahin!

Oder, falls die Sonne scheint, könnten Sie die Höhe des Barometers messen, es hoch stellen und die Länge seines Schattens messen. Dann messen Sie die Länge des Schattens des Wolkenkratzers, anschließend ist es eine einfache Sache, anhand der proportionalen Arithmetik die Höhe des Wolkenkratzers zu berechnen.

Wenn Sie aber in einem hohem Grade wissenschaftlich sein wollten, könnten Sie ein kurzes Stück Schnur an das Barometer binden und es schwingen lassen wie ein Pendel, zuerst auf dem Boden und dann auf dem Dach des Wolkenkratzers. Die Höhe entspricht der Abweichung der gravitationalen Wiederherstellungskraft T=2 Pi im Quadrat (l/g).

Oder, wenn der Wolkenkratzer eine äußere Nottreppe besitzt, würde es am einfachsten gehen, da hinauf zu steigen, die Höhe des Wolkenkratzers in Barometerlängen abzumessen und oben zusammenzählen.

Wenn Sie aber bloß eine langweilige und orthodoxe Losung wünschen, dann können Sie selbstverständlich das Barometer benutzen, um den Luftdruck auf dem Dach des Wolkenkratzers und auf dem Grund zu messen und der Unterschied bezüglich der Millibare umzuwandeln, um die Höhe des Gebäudes zu berechnen.

Niels Bohr. Dänischer Nobelpreisträger für Physik.

Niels Bohr (1885 bis 1962) Foto: http://commons.wikimedia.org/

Aber, da wir ständig aufgefordert werden die Unabhängigkeit des Verstandes zu üben und wissenschaftliche Methoden anzuwenden, würde es ohne Zweifel viel einfacher sein, an der Tür des Hausmeisters zu klopfen und ihm zu sagen:

Wenn Sie ein nettes neues Barometer möchten, gebe ich Ihnen dieses hier, vorausgesetzt Sie sagen mir die Höhe dieses Wolkenkratzers.“

Der Kursteilnehmer war Niels Bohr, der erste Däne, der überhaupt den Nobelpreis für Physik gewann.

Allen Einsendern zum Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres sage ich jetzt schon mal Danke für Ihren Einsatz. Den fünf Finalisten, die am 15. März in Augsburg antreten, wünsche ich ebenso gute Nerven, wie Niels Bohr sie in seiner Physikprüfung hatte!

Ihr Dirk Wember

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Noch 23 Tage

8 12 2011

Ich weiß, ich weiß, bis Heiligabend sind es nur noch 16 Tage, aber bis zum Einsendeschluß der Teilnahmeunterlagen zum Werkzeugschleifer des Jahres haben Sie noch 23 Tage Zeit, wenn Sie sich die Lorbeeren verdienen wollen. Also, los geht’s!

Dazu noch ein Interview, das die fertigung mit meinem Kollegen Thomas Bader geführt hat. Zum Download einfach hier klicken.

 

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Schleifer des Jahres 2010 im Interview

15 11 2011
Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres 2012 teilnehmen wollen, haben wir ein Interview mit Andreas Grabmeier geführt. Der Geschäfts­führer der Grabmeier GmbH in Augsburg hat den Wettbewerb im Jahr 2010 gewonnen, nachdem er 2006 und 2008 jeweils den zweiten Platz belegt hat.”>Andreas Grabmeier an der Maschine. Foto: Grabmeier.

Andreas Grabmeier an der Maschine. Foto: Grabmeier.

Als Einstimmung für alle, die am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres 2012 teilnehmen wollen, haben wir ein Interview mit Andreas Grabmeier geführt. Der Geschäfts­führer der Grabmeier GmbH in Augsburg hat den Wettbewerb im Jahr 2010 gewonnen, nachdem er 2006 und 2008 jeweils den zweiten Platz belegt hat.

Haas: Herr Grabmeier, was hat Sie dazu bewogen, einen Beruf im Bereich der Metallbearbeitung zu erlernen, und waren Sie von Anfang an aufs Schleifen spezialisiert
Andreas Grabmeier: Nein, auf das Schleifen war ich am Anfang meiner beruflichen Laufbahn noch gar nicht spezialisiert. Ich habe meine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker im Bereich CNC-Fräser absolviert. Auf diesen Beruf kam ich wegen meines damaligen Hobbys. Ich baute RC-Modellautos und benötigte dazu Dreh- und Frästeile, die ich auch selbst herstellte.

Haas: Was hat Sie am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres besonders gereizt?
Andreas Grabmeier: Für mich persönlich waren es nicht die Preise. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und interessiere mich immer für alles Neue, und genau dies ist mein Anreiz dafür gewesen.

Haas: Verglichen mit den Aufgaben in Ihrer täglichen Arbeit: wie würden Sie das theoretische und praktische Schwierigkeitsniveau der Aufgaben beim Werkzeugschleifer des Jahres einstufen?
Andreas Grabmeier: Schwer zu sagen, da ich in meiner Firma mit sehr vielen Dingen zu tun habe, die mit den Aufgaben des Wettbewerbs Ähnlichkeit hatten. Damit sind einige Fragen einfach auch schon zur Routine geworden. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass einige Bewerber damit mehr Probleme hatten. Gerade die Kalkulation zu erstellen, ist nicht jedem so geläufig und so ein Knackpunkt. Bei allen drei Wettbewerben waren jedoch immer noch Schwierigkeiten eingebaut, die auch mich zum Grübeln brachten.

Haas: Wie empfanden Sie die Unterstützung durch die Veranstalter und das Verhältnis zu Ihren Wettbewerbern?
Andreas Grabmeier: Die Unterstützung war einfach nur Spitzenklasse, egal welche Firma der Ausrichter war. Unter den Wettbewerbern ist es mir so vorgekommen, als würde man sich schon lange kennen. Dementsprechend war auch die Stimmung untereinander sehr freundschaftlich. Wir alle haben uns während der Vorbereitung gegenseitig geholfen.

Haas: Was war, alles in allem, das Anstrengendste am Wettbewerb? Die Aufgabe? Der Zeitstress? Der Wettbewerbsdruck?
Andreas Grabmeier: Mit Zeitdruck kann ich umgehen, der ist Alltag. Die Schleifaufgabe war immer auch lösbar. Was mir wirklich zu schaffen machte, war das Warten, bis ich endlich an der Reihe war, weil ich immer der letzte Teilnehmer war. Schwierig war auch das Arbeiten an der Maschine, da viele Besucher einem über den Rücken schauen, das hat zumindest mich abgelenkt.

Haas: Warum sollten junge Menschen den Beruf des Werkzeugschneidmechanikers ergreifen, und welche persönlichen Eigenschaften sollten sie mitbringen? Was macht Ihrer Meinung nach den besonderen Reiz dieses Berufs aus?
Andreas Grabmeier: Junge Menschen sind nicht alle gleich. Bei diesem Beruf ist es sehr wichtig vielseitig zu sein, schon allein deshalb, weil uns Schneidwerkzeuge überall auch im Alltag begegnen. Damit man sie herstellen oder nachschleifen kann muss man den Einsatzzweck kennen. Bei der Holz-, Kunststoff-, Metall- und Papierbearbeitung sowie bei Stein und Stoff, als auch im Haushalt findet man die unterschiedlichsten Anwendungsfälle, von denen der Schneidwerkzeugmechaniker Kenntnisse haben muss. Es gibt in diesem Beruf deshalb viel Abwechslung, da fast täglich neue Aufgaben und Geometrien zu bewältigen und auf CNC-Maschinen zu programmieren sind. Das Lösen dieser Aufgaben gehört zu meiner Lieblingsbeschäftigung.

Haas: Welches war die schwierigste Schleifaufgabe im Alltag, an die Sie sich erinnern können?
Andreas Grabmeier: Ich erinnere mich noch wie heute daran. Es musste ein Kombinationsfräswerkzeug mit einem sehr großen Durchmesserunterschied und einer komplexen Form mit sehr engen Toleranzen hergestellt werden. Damals, als ich dieses Werkzeug gefertigt habe, hatte unsere Maschinen noch keine Simulation. Die Folge waren mehrere Ausschussteile. Bei dem Gedanken läuft es mir heute noch eiskalt den Rücken runter.

Schleifen eines Gewindewerkzeugs. Foto: Grabmeier

Schleifen eines Schruppfräsers. Foto: Grabmeier

Haas: Was erwarten Sie heute von einer modernen Schleifmaschine? Worauf kommt es Ihrer Meinung nach besonders an?
Andreas Grabmeier: Meiner Meinung sind wir in einer sehr interessanten Zeit. Wenn ich an meine Ausbildung zum Fräser denke, gab es damals schon eine Simulation. Bei den Schleifmaschinen ist bei der Simulation heute noch einiges zu tun. Ferner fehlt eine einheitliche Schnittstelle. Erste Schritte sind ansatzweise zu erkennen. Ich denke, es muss eine Durchgängigkeit von der Konstruktion über die Schleifmaschine zur Messmaschine möglich werden. Da muss sich etwas tun, und diese Schnittstellen erwarte ich heute schon von einer modernen CNC-Schleifmaschine. Ansonsten könnte ich jetzt eine lange Wunschliste erstellen. Das wichtigste in meinen Augen ist eine detaillierte 3D-Simulation sowie die oben beschriebene Schnittstelle.

Haas: Auf einer Skala von 1 bis 10: wie schätzen Sie die Bedeutung der Schleif- und Simulationssoftware heute und in 5 Jahren ein?
Andreas Grabmeier: Sehr schwierige Frage: es gibt vereinzelt heute schon brauchbare Simulationen. Bei Formwerkzeugen und komplexen Geometrien zeigen sich bei manchen Herstellern Schwächen. Da heute noch viele ältere Maschinen im Einsatz sind, würde ich sagen: etwa bei 5. Die Simulationssoftware wird immer wichtiger werden. Je besser die Simulation ist, umso weniger Ausschussteile wird es geben. Deswegen würde ich sagen in 5 Jahren: so bei 7-8.

Haas: Wo liegen die Schwerpunkte von Grabmeier (welche Art von Werkzeugen schleifen Sie hauptsächlich) und wie viele Werkstücke gehen pro Jahr durch Ihre Fertigung?
Andreas Grabmeier: Die Firma Grabmeier steht auf mehreren Beinen: Wir bieten unseren Kunden den Verkauf, Produktion und den Nachschliff von sämtlichen Schneidwerkzeugen. Den größten Anteil an Werkzeugen haben Bohrer und Fräser für die Metallbearbeitung. Zum Umfang gehören auch Messer, Gartengeräte, aber auch Granulatorenmesser. Zurzeit durchlaufen ca. 192.000 Werkzeuge im Jahr unsere Fertigung, dazu kommen dann noch speziell produzierte Sonderwerkzeuge und Kleinserien von Lohnarbeiten (wie z.B. Flach- und Rundschleifarbeiten).

Haas: Wie informieren Sie sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Zerspanung und Schleiftechnologie?
Andreas Grabmeier: In der Zerspanung bin ich groß geworden, und über das Thema Zerspanung schule ich mich bei jeder Möglichkeit weiter. Ich lasse keine Gelegenheit aus, um mich durch Schulungen weiterzubilden. Informationen über Schleiftechnologie und Neuigkeiten erhalte ich vor allem aus Fachbeiträgen in Zeitschriften wie FDPW-Forum, fertigung und Werkzeugtechnik. Ein Höhepunkt sind die Messen, vor allem die GrindTec in Augsburg.

Haas: Wenn Sie nicht gerade komplexe Schleifaufgaben lösen, womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Andreas Grabmeier: Also viel Freizeit bleibt mir nicht mehr. Trotzdem versuche ich meinen vielen Hobbys gerecht zu werden. Dazu gehörten: Hardware konfigurieren, Skifahren, Spazierengehen und im Sommer Wassersport am Bodensee.

Haas: Ihr Motto bei der Arbeit?
Andreas Grabmeier: Es gibt nichts, was nicht geht!

Wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!

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