• Home
  • Wettbewerb
  • Bewerben
  • fertigung
  • FDPW
  • HAAS
  • Kontakt
  • Impressum

Schleifer-Tasche des Jahres

13 03 2012
Schleifer-Tasche des Jahres. © 2012 Haas Schleifmaschinen GmbH

Schleifer-Tasche des Jahres. © 2012 Haas

Wer Werkzeugschleifer des Jahres 2012 wird, das sehen wir morgen auf der GrindTec in Augsburg. Was die Schleifer-Tasche des Jahres angeht, gibt es schon einen Top-Favoriten.

Wir sehen uns auf der GrindTec!

Dirk Wember

Kommentare : Keine Kommentare »

Die Finalisten: Denis Gadanecz

20 02 2012

Wir stellen die fünf Schleifprofis vor, die sich für die Endrunde auf der GrindTec in Augsburg qualifiziert haben. Heute sechs Fragen an Denis Gadanecz. Er schleift bei der Grabmeier GmbH in Augsburg. Damit ist der Werkeugschleifer des Jahres 2010 sein Vorgesetzter.

Denis Gadanecz. Grabmeier GmbHHaas: Herr Gadanecz, wie schwierig fanden Sie den theoretischen, ersten Teil des Wettbewerbs? War die Aufgabe vergleichbar mit dem, was Ihnen täglich bei der Arbeit begegnet?
Denis Gadanecz: Den theoretischen Teil fand ich recht anspruchsvoll, da einige Sachen dabei waren, die ich nicht täglich mache, wie Zeichnungen und Kostenvoranschläge. Aber die Ausbildung und meine jetzt doch 12-jährige Erfahrung halfen mir, die Aufgabe nach bestem Wissen zu lösen.

Haas: Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf in der Metallbearbeitung, und waren Sie schon immer besonders auf das Schleifen spezialisiert?
Denis Gadanecz: Ich bin eigentlich auf den Beruf des Schneidwerkzeugmechanikers nur durch Zufall gekommen, da ich nach abgebrochener Hotelfachmannlehre das BIZ besuchte. Im BIZ konnte man sich ein Bild von anderen Berufsgruppen machen, wobei mir die Firma Grabmeier aufgefallen ist, die damals wie heute den Beruf des Werkzeugschleifers ausbildet. Nach einem kurzen Praktikum war mir schnell klar, dass diese Arbeit sehr abwechslungsreich und interessant sein wird.

Haas: Was hat Sie am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres besonders gereizt?
Denis Gadanecz: Es dem Juniorchef gleich zu tun und den ersten Platz belegen.! ;) Nein, Spaß beiseite. In erster Linie ging es mir darum, eine neue Herausforderung zu suchen und zu meistern.

Haas: Was erwarten Sie heute von einer modernen Schleifmaschine? Worauf kommt es Ihrer Meinung nach besonders an?
Denis Gadanecz: Eine Maschine ist für mich dann wirklich modern, wenn sie möglichst große Vielseitigkeit mitbringt.

Haas: Haben Sie Erfahrung mit Schleif- und Simulationssoftware und, wenn ja, mit welcher?
Denis Gadanecz: Ja, ich arbeite täglich auf einer Deckel S20 und S22.

Haas: Ihr Motto bei der Arbeit?
Denis Gadanecz: Als Team sind wir stark!

Vielen Dank und viel Glück beim Wettbewerb!

Kommentare : 1 Kommentar »

Die Finalisten: Sascha Stöppel

17 02 2012

Wir stellen die fünf Schleifprofis vor, die sich für die Endrunde auf der GrindTec in Augsburg qualifiziert haben. Heute sechs Fragen an Sascha Stöppel, der in Rietberg bei der Rodejohann Werkzeugdienst GmbH arbeitet.

Sascha Stöppel. Rodejohann Werkzeugdienst GmbH.Haas: Herr Stöppel, wie schwierig fanden Sie den theoretischen, ersten Teil des Wettbewerbs? War die Aufgabe vergleichbar mit dem, was Ihnen täglich bei der Arbeit begegnet?
Sascha Stöppel: Die theoretische Prüfung spiegelte schon sehr stark den täglichen Ablauf bei der Arbeit wider. Da die Werkzeuge immer komplexer, präziser und hochwertiger werden, ist eine gute und durchdachte Planung der Schlüssel für eine effiziente Konstruktion und Fertigung von Hightech-Werkzeugen.

Haas: Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf in der Metallbearbeitung, und waren Sie schon immer besonders auf das Schleifen spezialisiert?
Sascha Stöppel: In unserem Familienbetrieb hatte ich bereits als Kind Einblicke in die Fertigung und Instandsetzung von Schneidwerkzeugen, wobei ich meine erste Ausbildung im Allgemeinen Maschinenbau begann, um danach mein Wissen im Bereich des Werkzeugschleifens zu vertiefen.

Haas: Was hat Sie am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres besonders gereizt?
Sascha Stöppel: Sich im harten, aber fairen Wettbewerb mit den Besten zu messen.

Haas: Was erwarten Sie heute von einer modernen Schleifmaschine? Worauf kommt es Ihrer Meinung nach besonders an?
Sascha Stöppel: Da die Komplexität der Werkzeuge immer mehr zunimmt und die Anforderung an geringen Toleranzen immer größer wird, muss heutzutage eine moderne Schleifmaschine diese Herausforderungen mit Präzision, Effizienz und Flexibilität bewältigen können, wobei das Handling und die Bedienerfreundlichkeit nicht verloren gehen dürfen.

Haas: Haben Sie Erfahrung mit Schleif- und Simulationssoftware und, wenn ja, mit welcher?
Sascha Stöppel: Aufgrund unseres Maschinenparks konnte ich bereits wertvolle Erfahrungen mit Schleif- und Simulationssoftware sammeln: z. B. auf Quinto 4 und 5, sowie E-Grind der Firma Schneeberger, Schleifsoftware der Firma Vollmer, Schleifsoftware der Firma Loroch, Schleifsoftware der Firma Schmidt Tempo.

Haas: Ihr Motto bei der Arbeit?
Sascha Stöppel: Verweigere dich keiner neuen Herausforderung!

Vielen Dank und viel Glück beim Wettbewerb!

Kommentare : Keine Kommentare »

Die Finalisten: Markus Eckerle

14 02 2012

Wir stellen die fünf Schleifprofis vor, die sich für die Endrunde auf der GrindTec in Augsburg qualifiziert haben. Heute sechs Fragen an Markus Eckerle, der bei der Nachreiner EE GmbH in Kinding arbeitet.

Markus Eckerle. Nachreiner EE GmbHHaas: Herr Eckerle, wie schwierig fanden Sie den theoretischen, ersten Teil des Wettbewerbs? War die Aufgabe vergleichbar mit dem, was Ihnen täglich bei der Arbeit begegnet?
Markus Eckerle: Der theoretische Teil war auf alle Fälle sehr vielseitig und auch durchaus anspruchsvoll! In meiner Arbeit und auch bei verschiedenen Unterhaltungen mit Kollegen treffen sich hierzu definitiv Übereinstimmungen!

Haas: Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf in der Metallbearbeitung und waren Sie schon immer besonders auf das Schleifen spezialisiert?
Markus Eckerle: Ich habe mich schon immer für einen Metallberuf begeistern können, und da mein Onkel eine eigene Schleiffirma besitzt, lagen die Karten für mich auf der Hand. Ich habe eine Lehre als Schneidwerkzeugmechaniker absolviert und mich, in Absprache mit meinem Vorgesetzten, aus eigenem Interesse speziell auf die Schleiftechnik spezialisiert.

Haas: Was hat Sie am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres besonders gereizt?
Markus Eckerle: Nichts anderes als die Herausforderung, eine gute Leistung für mich und auch im Namen meiner Firma abzuliefern.

Haas: Was erwarten Sie heute von einer modernen Schleifmaschine? Worauf kommt es Ihrer Meinung nach besonders an?
Markus Eckerle: Eine gute Schleifmaschine sollte für mich pure Präzision sein, Maßgenauigkeit und Schnelligkeit sind natürlich auch von großer Bedeutung!

Haas: Haben Sie Erfahrung mit Schleif- und Simulationssoftware und, wenn ja, mit welcher?
Markus Eckerle: Ich habe vor vier Jahren auf einer Reinecker Werkzeugschleifmaschine mit Numroto-Steuerung mit dem Schleifen angefangen. Seitdem arbeite ich täglich mit diesen Maschinen.

Haas: Ihr Motto bei der Arbeit?
Markus Eckerle: Jeder Tag ist eine neue Herausforderung!

Vielen Dank und viel Glück beim Wettbewerb!

Kommentare : 1 Kommentar »

Die Finalisten: Andreas Huber

13 02 2012

Wir stellen die fünf Schleifprofis vor, die sich für die Endrunde auf der GrindTec in Augsburg qualifiziert haben. Heute sechs Fragen an Andreas Huber, der bei Rothenaicher Schneidwerkzeuge in Erkheim arbeitet.

Andeas Huber. Rothenaicher SchneidwerkzeugeHaas: Herr Huber, wie schwierig fanden Sie den theoretischen, ersten Teil des Wettbewerbs? War die Aufgabe vergleichbar mit dem, was Ihnen täglich bei der Arbeit begegnet?
Andreas Huber: Ich fand die Schwierigkeit angebracht und gut lösbar – solch ein Werkzeug könnte bei mir auch durchaus bei der Arbeit vorkommen.

Haas: Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf in der Metallbearbeitung, und waren Sie schon immer besonders auf das Schleifen spezialisiert?
Andreas Huber: Ich hatte mich recht schnell für den Metallbereich entschieden (durch Ferienarbeit und Praktika). Während die Bewerbungen liefen, wurde ich erst von Mitarbeitern (Bekannte von mir) der Firma Rothenaicher angesprochen, ob ich mir nicht den Beruf Schneidwerkzeugmechaniker vorstellen könnte. Dann hat mich, nach einem kurzen Einblick in diesen Beruf, die Neugier gepackt, mich mit solch’ einer Genauigkeit und anspruchsvollen Werkzeugen auseinanderzusetzen.

Haas: Was hat Sie am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres besonders gereizt?
Andreas Huber: Wieder etwas dazu zu lernen: eine für mich unbekannte Software und Maschine; neue Kontakte zu knüpfen. Die Herausforderung an sich.

Haas: Was erwarten Sie heute von einer modernen Schleifmaschine? Worauf kommt es Ihrer Meinung nach besonders an?
Andreas Huber: Ich erwarte, dass man die Rohlinge vorne reinschmeißt und sie hinten fertig geschliffen herauskommen. ;-) Diese Frage ist zu umfassend, um sie in einen Satz zu beantworten. Hohe Ansprüche, was Genauigkeit und Schnelligkeit betrifft. Die Maschine sollte möglichst flexibel sein und dennoch relativ einfach zu bedienen, was die Software betrifft.

Haas: Haben Sie Erfahrung mit Schleif- und Simulationssoftware und, wenn ja, mit welcher?
Andreas Huber: Ich schleife auf Schütte-Maschinen, wo mit Vericut simuliert wird und teilweise ist auch die neue Software von Schütte SigsPro im Einsatz. Einen kurzen Einblick bekam ich in die Software von Schneeberger beim letzten Wettbewerb.

Haas: Ihr Motto bei der Arbeit?
Andreas Huber: Qualität hat bei uns oberste Priorität.

Vielen Dank und viel Glück beim Wettbewerb!

Kommentare : 1 Kommentar »

Die Finalisten: Fritz Barwik

10 02 2012

Jetzt wird’s allmählich ernst. Die Jury zum „Werkzeugschleifer des Jahres“ hat alle eingesendeten Teilnahmeunterlagen gesichtet und die fünf Finalisten ermittelt, die sich am 15.3. in Augsburg auf der GrindTec die Lorbeeren holen wollen.

Wir stellen die fünf Schleifprofis hier im Blog vor und haben dazu jedem Teilnehmer sechs Fragen gestellt. Los geht’s mit Fritz Barwik.

Fritz Barwik, Grabmeier GmbHFritz Barwik arbeitet bei der Grabmeier GmbH in Augsburg und kommt aus dem Unternehmen, das den Sieger 2010 gestellt hat: Andreas Grabmeier.

Haas: Herr Barwik, wie schwierig fanden Sie den theoretischen, ersten Teil des Wettbewerbs? War die Aufgabe vergleichbar mit dem, was Ihnen täglich bei der Arbeit begegnet?
Fritz Barwik: Anspruchsvoll, aber nicht besonders schwierig. Durchaus vergleichbar.

Haas: Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf in der Metallbearbeitung und waren Sie schon immer besonders auf das Schleifen spezialisiert?
Fritz Barwik: Ich wurde als Schornsteinfeger durch Krankheit berufsunfähig. Nur durch Zufall kam ich in eine Schleiferei. Die Vielfältigkeit und Präzision dieser Arbeit hat mich dann bewegt diesen Beruf zu erlernen.

Haas: Was hat Sie am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres besonders gereizt?
Fritz Barwik: Ich möchte den Grad meiner fachlichen Kompetenz feststellen. Und: Das Kennenlernen einer neuen CNC Schleifmaschine.

Haas: Was erwarten Sie heute von einer modernen Schleifmaschine? Worauf kommt es Ihrer Meinung nach besonders an?
Fritz Barwik: Stabilität der Hard- u. Software, höchste Genauigkeit, übersichtlich zu programmieren, gute 3D-Simulationssoftware.

Haas: Haben Sie Erfahrung mit  Schleif- und Simulationssoftware und, wenn ja, mit welcher?
Fritz Barwik: Quinto (Schneeberger)

Haas: Ihr Motto bei der Arbeit?
Fritz Barwik: Wer aufgehört hat, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

Vielen Dank und viel Erfolg beim Wettbewerb!

Kommentare : 1 Kommentar »

Schleifer des Jahres 2010 im Interview

15 11 2011
Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres 2012 teilnehmen wollen, haben wir ein Interview mit Andreas Grabmeier geführt. Der Geschäfts­führer der Grabmeier GmbH in Augsburg hat den Wettbewerb im Jahr 2010 gewonnen, nachdem er 2006 und 2008 jeweils den zweiten Platz belegt hat.”>Andreas Grabmeier an der Maschine. Foto: Grabmeier.

Andreas Grabmeier an der Maschine. Foto: Grabmeier.

Als Einstimmung für alle, die am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres 2012 teilnehmen wollen, haben wir ein Interview mit Andreas Grabmeier geführt. Der Geschäfts­führer der Grabmeier GmbH in Augsburg hat den Wettbewerb im Jahr 2010 gewonnen, nachdem er 2006 und 2008 jeweils den zweiten Platz belegt hat.

Haas: Herr Grabmeier, was hat Sie dazu bewogen, einen Beruf im Bereich der Metallbearbeitung zu erlernen, und waren Sie von Anfang an aufs Schleifen spezialisiert
Andreas Grabmeier: Nein, auf das Schleifen war ich am Anfang meiner beruflichen Laufbahn noch gar nicht spezialisiert. Ich habe meine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker im Bereich CNC-Fräser absolviert. Auf diesen Beruf kam ich wegen meines damaligen Hobbys. Ich baute RC-Modellautos und benötigte dazu Dreh- und Frästeile, die ich auch selbst herstellte.

Haas: Was hat Sie am Wettbewerb Werkzeugschleifer des Jahres besonders gereizt?
Andreas Grabmeier: Für mich persönlich waren es nicht die Preise. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und interessiere mich immer für alles Neue, und genau dies ist mein Anreiz dafür gewesen.

Haas: Verglichen mit den Aufgaben in Ihrer täglichen Arbeit: wie würden Sie das theoretische und praktische Schwierigkeitsniveau der Aufgaben beim Werkzeugschleifer des Jahres einstufen?
Andreas Grabmeier: Schwer zu sagen, da ich in meiner Firma mit sehr vielen Dingen zu tun habe, die mit den Aufgaben des Wettbewerbs Ähnlichkeit hatten. Damit sind einige Fragen einfach auch schon zur Routine geworden. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass einige Bewerber damit mehr Probleme hatten. Gerade die Kalkulation zu erstellen, ist nicht jedem so geläufig und so ein Knackpunkt. Bei allen drei Wettbewerben waren jedoch immer noch Schwierigkeiten eingebaut, die auch mich zum Grübeln brachten.

Haas: Wie empfanden Sie die Unterstützung durch die Veranstalter und das Verhältnis zu Ihren Wettbewerbern?
Andreas Grabmeier: Die Unterstützung war einfach nur Spitzenklasse, egal welche Firma der Ausrichter war. Unter den Wettbewerbern ist es mir so vorgekommen, als würde man sich schon lange kennen. Dementsprechend war auch die Stimmung untereinander sehr freundschaftlich. Wir alle haben uns während der Vorbereitung gegenseitig geholfen.

Haas: Was war, alles in allem, das Anstrengendste am Wettbewerb? Die Aufgabe? Der Zeitstress? Der Wettbewerbsdruck?
Andreas Grabmeier: Mit Zeitdruck kann ich umgehen, der ist Alltag. Die Schleifaufgabe war immer auch lösbar. Was mir wirklich zu schaffen machte, war das Warten, bis ich endlich an der Reihe war, weil ich immer der letzte Teilnehmer war. Schwierig war auch das Arbeiten an der Maschine, da viele Besucher einem über den Rücken schauen, das hat zumindest mich abgelenkt.

Haas: Warum sollten junge Menschen den Beruf des Werkzeugschneidmechanikers ergreifen, und welche persönlichen Eigenschaften sollten sie mitbringen? Was macht Ihrer Meinung nach den besonderen Reiz dieses Berufs aus?
Andreas Grabmeier: Junge Menschen sind nicht alle gleich. Bei diesem Beruf ist es sehr wichtig vielseitig zu sein, schon allein deshalb, weil uns Schneidwerkzeuge überall auch im Alltag begegnen. Damit man sie herstellen oder nachschleifen kann muss man den Einsatzzweck kennen. Bei der Holz-, Kunststoff-, Metall- und Papierbearbeitung sowie bei Stein und Stoff, als auch im Haushalt findet man die unterschiedlichsten Anwendungsfälle, von denen der Schneidwerkzeugmechaniker Kenntnisse haben muss. Es gibt in diesem Beruf deshalb viel Abwechslung, da fast täglich neue Aufgaben und Geometrien zu bewältigen und auf CNC-Maschinen zu programmieren sind. Das Lösen dieser Aufgaben gehört zu meiner Lieblingsbeschäftigung.

Haas: Welches war die schwierigste Schleifaufgabe im Alltag, an die Sie sich erinnern können?
Andreas Grabmeier: Ich erinnere mich noch wie heute daran. Es musste ein Kombinationsfräswerkzeug mit einem sehr großen Durchmesserunterschied und einer komplexen Form mit sehr engen Toleranzen hergestellt werden. Damals, als ich dieses Werkzeug gefertigt habe, hatte unsere Maschinen noch keine Simulation. Die Folge waren mehrere Ausschussteile. Bei dem Gedanken läuft es mir heute noch eiskalt den Rücken runter.

Schleifen eines Gewindewerkzeugs. Foto: Grabmeier

Schleifen eines Schruppfräsers. Foto: Grabmeier

Haas: Was erwarten Sie heute von einer modernen Schleifmaschine? Worauf kommt es Ihrer Meinung nach besonders an?
Andreas Grabmeier: Meiner Meinung sind wir in einer sehr interessanten Zeit. Wenn ich an meine Ausbildung zum Fräser denke, gab es damals schon eine Simulation. Bei den Schleifmaschinen ist bei der Simulation heute noch einiges zu tun. Ferner fehlt eine einheitliche Schnittstelle. Erste Schritte sind ansatzweise zu erkennen. Ich denke, es muss eine Durchgängigkeit von der Konstruktion über die Schleifmaschine zur Messmaschine möglich werden. Da muss sich etwas tun, und diese Schnittstellen erwarte ich heute schon von einer modernen CNC-Schleifmaschine. Ansonsten könnte ich jetzt eine lange Wunschliste erstellen. Das wichtigste in meinen Augen ist eine detaillierte 3D-Simulation sowie die oben beschriebene Schnittstelle.

Haas: Auf einer Skala von 1 bis 10: wie schätzen Sie die Bedeutung der Schleif- und Simulationssoftware heute und in 5 Jahren ein?
Andreas Grabmeier: Sehr schwierige Frage: es gibt vereinzelt heute schon brauchbare Simulationen. Bei Formwerkzeugen und komplexen Geometrien zeigen sich bei manchen Herstellern Schwächen. Da heute noch viele ältere Maschinen im Einsatz sind, würde ich sagen: etwa bei 5. Die Simulationssoftware wird immer wichtiger werden. Je besser die Simulation ist, umso weniger Ausschussteile wird es geben. Deswegen würde ich sagen in 5 Jahren: so bei 7-8.

Haas: Wo liegen die Schwerpunkte von Grabmeier (welche Art von Werkzeugen schleifen Sie hauptsächlich) und wie viele Werkstücke gehen pro Jahr durch Ihre Fertigung?
Andreas Grabmeier: Die Firma Grabmeier steht auf mehreren Beinen: Wir bieten unseren Kunden den Verkauf, Produktion und den Nachschliff von sämtlichen Schneidwerkzeugen. Den größten Anteil an Werkzeugen haben Bohrer und Fräser für die Metallbearbeitung. Zum Umfang gehören auch Messer, Gartengeräte, aber auch Granulatorenmesser. Zurzeit durchlaufen ca. 192.000 Werkzeuge im Jahr unsere Fertigung, dazu kommen dann noch speziell produzierte Sonderwerkzeuge und Kleinserien von Lohnarbeiten (wie z.B. Flach- und Rundschleifarbeiten).

Haas: Wie informieren Sie sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Zerspanung und Schleiftechnologie?
Andreas Grabmeier: In der Zerspanung bin ich groß geworden, und über das Thema Zerspanung schule ich mich bei jeder Möglichkeit weiter. Ich lasse keine Gelegenheit aus, um mich durch Schulungen weiterzubilden. Informationen über Schleiftechnologie und Neuigkeiten erhalte ich vor allem aus Fachbeiträgen in Zeitschriften wie FDPW-Forum, fertigung und Werkzeugtechnik. Ein Höhepunkt sind die Messen, vor allem die GrindTec in Augsburg.

Haas: Wenn Sie nicht gerade komplexe Schleifaufgaben lösen, womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Andreas Grabmeier: Also viel Freizeit bleibt mir nicht mehr. Trotzdem versuche ich meinen vielen Hobbys gerecht zu werden. Dazu gehörten: Hardware konfigurieren, Skifahren, Spazierengehen und im Sommer Wassersport am Bodensee.

Haas: Ihr Motto bei der Arbeit?
Andreas Grabmeier: Es gibt nichts, was nicht geht!

Wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!

Kommentare : 2 Kommentare »


Letzte Kommentare

  • Schleifer des Jahres » And the winner is: Andreas Huber » Schleifer des Jahres bei Die Finalisten: Andreas Huber
  • Yolanda Belen bei Von Prüfungen und Prüflingen
  • Schleifer des Jahres » Finalisten im Trainingslager bei Haas » Schleifer des Jahres bei Die Finalisten: Denis Gadanecz
  • Schleifer des Jahres » Finalisten im Trainingslager bei Haas » Schleifer des Jahres bei Die Finalisten: Markus Eckerle
  • Schleifer des Jahres » Finalisten im Trainingslager bei Haas » Schleifer des Jahres bei Die Finalisten: Fritz Barwik

Links

  • FDPW
  • fertigung
  • GrindTec
  • HAAS
  • Ihle Hartmetalle
  • Krebs & Riedel
  • Oelheld
  • Schleifblog
  • SCHUNK GmbH & Co. KG
  • Turbo-Separator
  • WALTER Maschinenbau

Schlagwörter

Schleifblog Präzisionswerkzeug Sascha Stöppel Rothenaicher Schneidwerkzeuge Kalender Werkzeug schleifen Lorbeeren verdienen Multigrind CA Grabmeier Thomas Bader Denis Gadanecz FDPW Schleifkunst Zerspanung Schneidwerkzeug Interview Schleifmaschinen Andreas Huber Schleifer des Jahres Werkzeugschleifer des Jahres fertigung Simulationssoftware Simulation GrindTec Multigrind Schleifsoftware Werkzeugschleifer Haas Schleifmaschine schleifen


rss